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Aktualisiert: 14. Mai

WIE IM SÜDEN: DIE MANZINI-TERRASSE IM SOMMER


VOR 20 JAHREN HAT HÜSNÜ ERDOGDU DAS MANZINI IN DER

LUDWIGKIRCHSTRASSE ÜBERNOMMEN UND FÜHRT MIT SEINEM BRUDER

TALAT DAS KULTLOKAL. WER GLÜCK HAT, GENIESST DEN SOMMER UND DIE

ABENDSONNE AUF DER GROSSARTIGEN BÜRGERSTEIGTERRASSE, DIE GERNE

NOCH GRÖSSER SEIN KÖNNTE.


» Passanten schlendern herbei, halten inne, beäugen interessiert die hübschen Tische an der Ludwigkirchstraße 11. Sechs weiß eingedeckte Platzhirsche genau in der ersten Reihe vorne, Bistrostühle unter einer roten Markise, ein Traum. Andere wiederum betreten gezielt das Lokal. Stammkunden zum Business Lunch. „Natürlich gibt es auch draußen Stofftischdecken. Wir wollen auch von außen zeigen, dass man hier exzellent speisen kann“, sagt Hüsnü Erdogdu, Chef des Kult-Bistros in Wilmersdorf, das er vor genau zwei Jahrzehnten übernommen hat.


» Ein Grund zum Feiern also, dieser 20. Geburtstag. Und da dürfte sich Erdogdu eigentlich etwas wünschen. Tut er auch, aber leider sind Vorschriften und Regulierungen über die Außengastronomie nicht in Spendierlaune. Die Terrasse, klein und fein, doch größer

könnte sie sein, erweitert um den brachliegenden Bürgersteigbereich zwischen Gehweg und Straße. „Das war früher möglich, vor und auch während Corona“, erinnert er sich.

Inzwischen wurde auf Schmalhans-Küchenmeister in Sachen Terrassenplatz

zurückgerudert, ein Ärgernis für den agilen Gastronomen.



» Eigentlich muss man das Manzini niemandem mehr vorstellen. Doch, so weiß der 58-Jährige, der als Zehnjähriger mit seinen Eltern nach Deutschland kam und den es

mit 37 Jahren von Konstanz in die Metropole Berlin zog, es kommt immer wieder auch zu Irritationen. Der Name klingt italienisch, doch das Manzini ist ein Mix aus französischem

Bistro und Wiener Kaffeehaus. „Schwerpunkt Bistro“, räumt er ein.



» Mit Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn wird man der österreichischen Küche gerecht, mit Dorade Royale der französischen. Der Renner aber, Erdogdu muss schmunzeln, sei das Club Sandwich, New York also zu Gast im französischen Berlin. „Das beste auf der ganzen Welt, sagen die Gäste“, nimmt Husnü Erdogdu so ein Kompliment gerne an.


» Was das Manzini dabei anders macht? Der Gastrochef überlegt kurz, der Toast sei wirklich ordentlich getoastet, der Speck knuspriger, das Hähnchen in dünne Scheiben geschnitten. Der Liebling im Glas dazu? „Cola, so mache ich es auch“, verrät der Mann, dessen Tattoos bei

T-Shirt-Wetter zum Teil sichtbar sind und der als DJ Carlozz in seiner wenigen Freizeit auflegt, vor allem bei von ihm privat organisierten Parties.


» Die rote Markise, ein Markenzeichen des Manzini, ist das ganze Jahr ausgefahren, ein paar Tische stehen auch im Winter draußen. Jetzt, im Frühjahr und Sommer, kann man

dort gut beschattet frühstücken, übrigens bis spätnachts, lunchen, sich einen Aperol Spritz oder hausgemachten Eistee nach Feierabend gönnen. Immer mehr verstärkt sich im Laufe des Tages der mediterrane Charme des Südens in der berlinweit und darüber hinaus bekannten Bistro-Institution. Dann mit Abendsonne. Glücklich, wer einen Platz auf der Terrasse oder direkt am Fenster für ein paar Stunden sein Eigen nennen kann.



MANZINI

HAT Gaststätten & Catering GmbH

Ludwigkirchstraße 11

10719 Berlin

tägl. ab 8 Uhr geöffnet

warme Küche bis 24 Uhr

Tel 030 . 885 78 20



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