Dr. jur. Wolf Wegener, Notar i.R.

Aktualisiert: Nov 10

„Die Weste muss immer weiß bleiben“


DR. WOLF WEGENER IST EIN EHRENMANN. GANZ EINDEUTIG.

DAS HÖRT ER ABER NICHT GERNE. „DAS KLINGT SO POMPÖS. AUẞERDEM IST

DAS JA KEINE QUALIFIZIERUNG.“ FÜR DEN BERLINER RECHTSANWALT,

DER 30 JAHRE LANG DEN ADAC BERLIN-BRANDENBURG GEFÜHRT HAT, GELTEN

NOCH MAẞSTÄBE WIE „EIN MANN, EIN WORT.“ JEDEN MORGEN MÜSSE

MAN MIT BESTEN GEWISSEN IN DEN SPIEGEL BLICKEN KÖNNEN. ACH JA,

UND DIE WESTE, DIE MÜSSE AUCH IMMER WEISS BLEIBEN.


» Sein Anspruch an sich selbst mutet fast schon anachronistisch an, in Zeiten, in denen manche Menschen gar kein Gewissen haben. Für den Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes, verliehen vom ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, steht dagegen fest: Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit sind unerlässliche Tugenden. Das ist nicht verhandelbar. Da hört man doch gleich den Juristen, der da aus ihm spricht.


» Der Law-and-Order-Mann, ein leibhaftiges Perpetuum Mobile, der berufener Vertreter in namhaften Aufsichtsgremien in- und ausländischer Unternehmen war, schaltet nicht unbedingt einen Gang runter. Warum auch? Was soll das bringen? Der ehemalige personifizierte Schutzengel aller Autofahrer – und das einzige lebende Ehrenmitglied des ADAC Gesamtclubs mit 21 Millionen Mitgliedern – gibt lieber Gas. „Naja, wenn das nicht bald verboten wird“. Schon vor zehn Jahren veröffentlichte er sein erstes visionäres Buch „Deutschland schafft das Auto ab“.


» „Ich habe diese Tendenz schon damals gespürt“, sagt er. Nicht nur für ihn ist Mobilität ein Grundrecht. „Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich bin kein Autonarr. Mensch und Natur müssen lernen, in Einklang zu leben“, sagt er, der schon Ende der 1990er die ADAC-Aktion „Rettet die Alleen“ gegründet hat, aus der sich dann die Initiative „Deutsche Alleenstraße” entwickelte. Dennoch: „Wir sollten aus aktuellem Anlass mehr denn je jede Art der Fortbewegung respektieren. Sie macht doch erst die Lebendigkeit einer Stadt aus“. Zumal das erste Auto der Welt – ein Hoch auf Carl Benz – aus Deutschland kam und sich zum alles bestimmenden und folgenreichsten Objekt des 20.Jahrhunderts entwickelte.


» „Schon damals wurde versucht, das Automobil aus dem Straßenbild zu verdrängen. Dem Autofahrer soll die Lust am Fahren genommen werden. Er soll mit schlechten Gewissen am Steuer sitzen und entsprechend vorankommen, bis er aufgibt und unfreiwillig auf Bus und Bahn umsteigt, mit dem Fahrrad fährt oder zu Fuß geht“. Klare Worte.


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» Aber Dr. jur. Wolf Wegener, Notar i.R., ist kein Mann, der zurückschaut. Sein Blick aus den leuchtenden himmelblauen Augen geht voller Zuversicht nach vorne. Hoffnungsvoll und lebensfroh. „Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt. Der liebe Gott hat mir einen großen Batzen davon geschenkt“. Das größte Glück, das ist für ihn seine Familie. Am 1. Oktober dieses Jahres feiern er und seine Frau Ilse Goldene Hochzeit. Beide hatten sich vor 50 Jahren beim Tanztee in Arosa in Graubünden kennengelernt. „Wenn der junge Mann Benehmen hat, dann stellt er sich mit seiner Visitenkarte vor“, habe sein Schwiegervater, damaliger Continental-Vorstandschef, je jede Art der Fortbewegung respektieren. Sie macht doch erst die Lebendigkeit einer Stadt aus“. Zumal das erste Auto der Welt – ein Hoch auf Carl Benz – aus Deutschland kam und sich zum alles bestimmenden und folgenreichsten Objekt des 20. Jahrhunderts entwickelte.


» „Schon damals wurde versucht, das Automobil aus dem Straßenbild zu verdrängen. Dem Autofahrer soll die Lust am Fahren genommen werden. Er soll mit schlechten Gewissen am Steuer sitzen und entsprechend vorankommen, bis er aufgibt und unfreiwillig auf Bus und Bahn umsteigt, mit dem Fahrrad fährt oder zu Fuß geht“. Klare Worte.


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