THEATER DES WESTENS: Wir sind am Leben!
- ERSTKLASSIG MAGAZIN
- vor 3 Tagen
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Aktualisiert: vor 2 Tagen
Das Berlin Musical „WIR SIND AM LEBEN“
ES GIBT ABENDE, AN DENEN EIN THEATER NICHT NUR SPIELT, SONDERN ATMET. AN DENEN ES NICHT MEHR UM INSZENIERUNG GEHT, SONDERN UM DAS, WAS ZWISCHEN BÜHNE UND PUBLIKUM ENTSTEHT: EIN KOLLEKTIVES GEFÜHL, DAS SICH NICHT PLANEN LÄSST.

» Ein Musicalbesuch bei „Wir sind am Leben“ ist so ein Abend – es ist ein Ereignis und die Musical-Sensation des Jahres! Menschen weinen, lachen, feiern. Und am Ende liegen sie sich tanzend in den Armen. Das neue Musical von Peter Plate und Ulf Leo Sommer handelt von Aufbruch, Zusammenhalt und Lebenslust - rasant komisch und zutiefst bewegend. Es erzählt von der Wucht der Wiedervereinigung, von HIV und Aids, von Verlust und Sehnsucht. „Wir sind am Leben“ ist ein Musical, das die 90er Jahre nicht nur erzählt, sondern fühlbar macht – und zeigt, dass die größten Geschichten oft dort entstehen, wo Tragik und Komik untrennbar ineinandergreifen.
» Im Zentrum steht die Geschichte der Geschwister Nina (Celina dos Santos) und Mario (Markus Spagl). Gemeinsam landen sie im besetzten Altbau „Konsum Hoffnung“ – einer wilden, warmherzigen Gemeinschaft mitten in der Stadt. Hier entsteht ein improvisiertes Sorgentelefon – für Menschen, deren Sorgen, Sehnsüchte, Abstürze, kleine Siege und große Gefühle. Ihre Mutter Rosi (gespielt von Musical-Star Steffi Irmen), eine schillernde, übergriffige Figur aus Wittenberg, die sich selbstbewusst als „Udo Walz des Ostens“ inszeniert, folgt ihnen. Sie setzt alles daran, ihre Familie wieder zusammenzuführen. Was zunächst nach familiärem Drama klingt, entwickelt sich zu einer emotionalen Erzählung über Herkunft, Sehn sucht und das Ringen um Freiheit in einer Zeit des Umbruchs.

» Für Buch und Regie zeichnen sich Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck verantwortlich. Mit feinem Gespür für Ton und Timing führen sie durch diese vielschichtige Geschichte, lassen Figuren atmen und geben den leisen Momenten ebenso Raum wie den großen Ausbrüchen. Die Musik und Songtexte von Peter Plate und Ulf Leo Sommer – gemeinsam mit Joshua Lange entwickelt – tragen den Abend mit einer Wucht, die unmittelbar ins Herz trifft. Mit herausragenden Choreografien vom international gefeierten Jonathan Huor, einer beeindruckenden Lichtshow von Tim Deiling und einem aufwendigen und innovativen Bühnenbild. Gespielt von einem Darsteller-Ensemble der Extraklasse und exzellenten Live-Musikern in einer spektakulären Inszenierung. Insbesondere Jörn-Felix Alt in der Rolle des Bruno berührt. Die Darstellung eines an HIV und Aids erkrankten Mannes ist von einer Zartheit und Wahrhaftigkeit, die den Saal still werden lässt.
» Wenn dann „Supernovadiscoslut“ erklingt, wird aus dem Publikum ein Chor. Die gefeierte Steffi Irmen als Rosi ist das komische Kraftzentrum des Abends. Mit einer Präzision im Timing und einer Lust am Exzess, die ihresgleichen sucht, bringt sie den Saal immer wieder zum Lachen. » Einer der magischsten Momente entsteht, wenn Nina den Rosenstolz Klassiker „Die Schlampen sind müde“ anstimmt: Für einen Augenblick verwandelt sich der Theatersaal in ein Konzert und man weiß nicht mehr, ob man noch zusieht oder längst Teil die ser Geschichte geworden ist. „Wir sind am Leben“ ist ein Statement für die Menschen dieser Stadt. Ein Musical, das man in Berlin sehen muss – weil diese Stadt hier ihre Stimme wiederfindet.
STAGE THEATER DES WESTENS
Kantstraße 12
10623 Berlin
Tickets + Infos
Tel 0180.544 44
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